VERSATZ

 

Zur Sicherung gefährdeter Grubenhohlräume muss die GSES GmbH der bergbehördlichen Versatzpflicht nachkommen. Die Notwendigkeit der Versatzpflicht ist per Gutachten nachgewiesen und dient im Wesentlichen der Verringerung der Gebirgsschlagsgefahr und der Reduzierung übertägiger Senkungen im unterbauten Bereich der Stadt Sondershausen einschließlich angrenzender Verkehrswege.

 

Als Versatzmaterialien werden neben Steinsalz auch bergbaufremde, mineralische Abfälle eingesetzt. Umfangreiche einzelstoffliche Zulassungsverfahren zum Nachweis der Eignung von Abfällen als Versatz, die Genehmigung der übertägigen Behandlungsanlagen nach den Erfordernissen des BImSchG (einschließlich einer UVP), der Nachweis der Langzeitsicherheit der Grubenfelder für den Einsatz von Abfällen sowie die Anerkennung der notwendigen Versatzmaßnahmen als Verwertung im Sinnes des KrW-/ AbfG spiegeln die Bemühungen des Unternehmens wieder, ökologisch wie auch ökonomisch ausgewogene Entsorgungsdienstleistungen anzubieten.

 

Der Versatz unter Tage bietet vor allem für staubförmige Abfälle aus thermischen Prozessen (z. B. Müllverbrennung, Metallurgie, Glasindustrie) und für Filterkuchen (z. B. Oberflächenbehandlung von Metallen, Abwasserbehandlung) eine interessante Verwertungsmöglichkeit. Dies gilbt auch für Schüttgüter aus der Altlastsanierung und für Ofenausbrüche aus Schmelzprozessen.